• „Der Kaspar, der war kerngesund, ein dicker Bub und kugelrund…“ So beginnt Wilhelm Buschs Geschichte vom Suppen-Kasper. Wie man sich vielleicht erinnert, nimmt sie kein gutes Ende. In ihrer – sicher überzogenen und recht dramatischen – Aussage steckt aber ein Körnchen Wahrheit: für manche Eltern (und auch für die Kinder) ist das Essen ein Problem. Kleinkinder können nun schlechthin keine Nahrung verweigern, sind aber sehr wohl in der Lage, ihren Unmut zu äußern.
    Man sollte diesem Verhalten zwar Aufmerksamkeit schenken, allerdings im vernünftigen Rahmen: auch Kleinkinder haben einen eigenen Geschmack und mögen einige Nahrungsmittel ganz einfach nicht. Ausweichmöglichkeiten gibt es genug; ein wenig Experimentierfreude kann das Problem schnell beseitigen.

    Ermutigen statt ermahnen

    Der völlig falsche Weg, ein Kind zum Essen zu bewegen, ist Drohen. Durch Erfolgserlebnisse wird das unwillige Kind eher dazu motiviert, die Nahrung zu genießen. Sätze wie „Unser Kind nimmt nicht zu!“ gehören dann schon bald der Vergangenheit an.

    Außer Kraft gesetzt werden erzieherische Tricks allerdings dann, wenn das Kleinkind aus gesundheitlichen Gründen keine Nahrung aufnehmen kann. Bestimmte Krankheiten erschweren das Schlucken. In diesem Falle muss mit Hilfe des Arztes eine andere Lösung gefunden werden. Sondennahrung hat sich in der Praxis besonders bewährt und liefert rasche Ergebnisse.